Es gibt nur drei gute Gründe zu handeln:
Glaube, Hoffnung und Liebe

   Nun haben wir uns lange mit den Werken der Barmherzigkeit befasst. Sie sind es, was man landläufig christliches Handeln nennt. Aber das Handeln aus der Gottesbeziehung heraus ist weit mehr. In der Gottesbeziehung gibt es nichts, das wir nicht mit Gott tun können und sollten.  

Christliches Handeln, so könnte man sagen, ist also Handeln im Bewusstsein der Gegenwart Gottes. Dieses Bewusstsein wird uns nicht einfach geschenkt. Diese Allgegenwart Gottes können wir auch nicht einfach so erfahren. Wir müssen sie uns aneignen im Glauben und ständig pflegen aus dem Glauben heraus. Christliches Handeln ist also – so könnte man es auch formulieren – Handeln aus dem Glauben.

Handeln aus dem Glauben aber ist immer auch Handeln aus der Hoffnung. Alles, was wir in unsere Gottesbeziehung mit hineinnehmen, alles was wir aus ihr heraus tun, ist getragen von der Hoffnung. Nichts davon ist sinnlos. 

Handeln aus der Hoffnung heraus aber ist immer Handeln aus der Liebe, der Liebe zu Gott zuerst, der Nächstenliebe als Folge davon. Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei, sie bestimmen, was christliches Handeln ist und was nicht, sie machen aus unserem Handeln ein christliches Handeln und aus uns Menschen Christen.



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