Christliche Hoffnung
geht über den Tod hinaus

   Die erste Hoffnung des Christen ist das ewige Leben. Unsere Hoffnung greift also weit über diese Welt hinaus. Wir glauben und vertrauen, dass Gott uns und allen Menschen dieses Ziel gegeben hat. Er gibt uns auch die Möglichkeit, es zu erreichen. Er hat aber jedem Menschen auch die Freiheit gegeben, ihn, den Schöpfer und Herrn, abzulehnen, und damit dieses letzte Ziel seines Lebens zu verfehlen. Christliche Hoffnung jedoch ist, dass, wenn wir uns bemühen schon jetzt in der Beziehung zu Gott zu leben, er uns jede Hilfe schenken wird, dieses Ziel zu erreichen.

    Doch selbst wenn wir in einem Zustand sterben, in dem wir wegen all unseres Versagens und unserer Sünden noch nicht reif, nicht rein genug sind für diese ewige Beziehung zu ihm, haben wir eine Hoffnung. Solange unser Zustand nicht hoffnungslos ist, weil wir uns bewusst Gott und seinem Erbarmen verweigern, gibt es einen Ort der Reinigung, das Fegfeuer, wie es früher genannt wurde. Ich glaube, auch das darf ein Grund der Hoffnung und des Vertrauens, ja sogar der Dankbarkeit für uns sein. Gott ist gerecht, sonst wäre er nicht Gott. Diese Lösung erlaubt es ihm, gleichzeitig gerecht und barmherzig zu sein. So kann uns die Hoffnung auf seine Barmherzigkeit bis über den Tod hinaus begleiten.



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