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Gedankensplitter - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Anbetung

Wie man mit dem Herzen betet
29. Juli 2019
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Eine ganz normale Familie hat in der Pfarrei Lommiswil (CH) die Initiative ergriffen und eine Anbetung organisiert. Unterstützung erhielt sie durch den zuständigen Pfarrer. Auf der Einladung dazu im Kirchenblatt für römisch-katholische Pfarreien im Kanton Solothurn (Nr.2019/15/16) schreibt sie:

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen. Neu findet in Lommiswil eine halbstündige Anbetung in der St. Germanskapelle statt, und zwar wöchentlich, jeweils am Montag um 19.00 Uhr. Beginn: 12. August 2019.

Wieso gerade Anbetung? - Weil Jesus wahrhaftig da ist! So wollen wir mit IHM sein, unsere Anliegen und unsere Freude darbringen, danken und lobpreisen. Lassen wir einen Moment den Alltag vergessen und geniessen wir die Stille bei Jesus. Eine herzliche Einladung an alle.

Daran schliesst sie jene wahre Geschichte an, wie sie vor Jahren in einer Pariser Lokalzeitung erschienen ist und dann z.B. auch im Buch «Weisheitsgeschichten» von Hanno Herbst mit dem Titel: "Wie man mit dem Herzen betet" veröffentlicht wurde:

Paul, ein Clochard in Paris, verbrachte die meiste Zeit im Freien. Er hatte eine große Vorliebe für die Kirche St. Jakob in Paris, an deren Eingangstor er um Almosen bettelte. Die Weinflasche war ihm eine treue Begleiterin – die Leberzirrhose und andere Krankheiten fraßen an ihm. Seine Gesichtsfarbe ließ nichts Gutes ahnen. Die Leute dieses Wohnviertels warteten nur noch darauf, dass er von heute auf morgen nicht mehr da wäre, ohne sich jedoch besonders für ihn zu interessieren.

Aber nein! Paul sitzt ganz aufrecht in seinem Bett, ist frisch rasiert, hat einen lebendigen Blick und sieht völlig verwandelt aus! Ein Ausdruck unbeschreiblichen Glücks strahlt aus seinem leuchtenden Gesicht. Madame N. reibt sich die Augen. Doch, er ist es wirklich!

"Paul, das ist unglaublich, du bist ja auferstanden! Du bist nicht mehr derselbe, was ist nur mit dir passiert?" "Na, ja, es war heute Morgen, da ging es mir gar nicht gut; dann habe ich plötzlich jemand hier am Fußende meines Bettes stehen sehen. Er war schön, unbeschreiblich schön! Das kannst du dir gar nicht vorstellen! Er lächelte mich an und sagte: "Paul! Ich bin's, Jesus! Ich komme dich besuchen!"

Mich persönlich machte beides, die Einladung wie die Geschichte, sehr nachdenklich. Ich hoffe, es ergehe noch vielen Menschen so.


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