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Geistesblitze - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Seine unerschütterliche moralische Pflicht

arglos wie die Tauben?


22. April 2016

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„Im falschen Job“ titelt der Kommentator unserer Tageszeitung seine Gedanken zum Urteil im Strafprozess um den „Drogenpfarrer“ aus S. Darin schreibt er: „Ohne Vorbehalte streckte der Theologe allen die Hand entgegen, die seine Hilfe erbaten. Selbst wenn sie ihm unverblümt ins Gesicht logen. Der Mann ertrug und erduldete alles. «Wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so gehe mit ihm zwei», heisst es in der Bibel sinngemäss. Dies sah er als seine unerschütterliche, moralische Pflicht. Dabei wurde er zielblind. Er hat es versäumt, die Folgen seines Tuns zu hinterfragen, und stoisch akzeptiert, dass durch Geldwäsche sowie den Handel mit Drogen Leid verursacht wird. Als ihm dämmerte, bloss ein Rädchen in den Verbrecherstrategien seiner Schützlinge für Kokaingeschäfte zu sein, war es zu spät.“

„Seid arglos wie die Tauben und klug wie die Schlangen.“ (vg. Mt 10,16) Unser Herr wusste sehr wohl, weshalb der diese Worte sprach. Sie sind heute noch genau so aktuell wie damals.


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