Vernachlässigte Aspekte - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Engel des Lichts

  2.Kor 11,13-15
 
Die perfekte Tarnung

27. Juni 2019
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Denn diese Leute sind Lügenapostel, unehrliche Arbeiter; sie tarnen sich freilich als Apostel Christi. Kein Wunder, denn auch der Satan tarnt sich als Engel des Lichts. Es ist also nicht erstaunlich, wenn sich auch seine Handlanger als Diener der Gerechtigkeit tarnen. Ihr Ende wird ihren Taten entsprechen.

Als ich vor einiger Zeit wieder einmal auf diese Stelle im zweiten Korintherbrief stiess, das fiel mir plötzliche ein Name ein, eine Dame, welche vor nicht allzu langer Zeit gestorben ist, und welcher die Medien bei uns aus diesem Anlass meist eine recht grosse Aufmerksamkeit widmeten: Uriella. In Wikipedia steht über sie: «Uriella, eigentlich Erika Hedwig Bertschinger-Eicke (* 20. Februar 1929 als Erika Hedwig Gessler in Zürich; † 24. Februar 2019 in Ibach im Schwarzwald), war die Gründerin und das Oberhaupt der neureligiösen Bewegung Fiat Lux. Sie verstand sich als Sprachrohr Jesu; ihre Anhänger sahen sie als Wunderheilerin und behaupten, sie habe über magische Kräfte verfügt.» Der Name stammt aus der hebräisch Kultur und bedeutet Gottes Licht.

Ich glaube, es lohnt sich nicht, sich näher mit dieser Person zu befassen. Ich würde auch nicht behaupten, sie sei ein Werkzeug Satans gewesen. Einerseits steht ein solches Urteil uns nicht zu. Nur Gott ist der Richter. Andererseits schätze ich den Widersacher doch intelligenter ein, als dass er sich so offen zu erkennen geben würde. Ganz auszuschliessen ist es zwar nicht. Er kennt seine Pappenheimer und weiss, wie sie zu nehmen sind. Ein normal gläubiger Mensch sollte aber nicht auf so etwas hereinfallen.

Der «Engel des Lichts», den hier die Schrift meint, tritt nach meinen Beobachtungen normalerweise viel raffinierter auf. Doch wir sind gewarnt. Der Herr selbst sagt: «Denn es wird mancher falsche Messias und mancher falsche Prophet auftreten und sie werden Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, die Auserwählten irrezuführen.» (Mk 13,22) Überall wo Licht, Erleuchtung, Heil und Heilung in einer Art und Weise versprochen wird, welche unsere Erlösungsbedürftigkeit und die Notwendigkeit der Umkehr verniedlicht oder gar leugnet, ist Vorsicht am Platz. Die Gefahr ist gross, dass dieses Licht nur dazu dienen soll, uns zu blenden. Dann müssen wir daran denken, dass Christus uns zwar den Himmel verspricht, aber nicht das Blaue vom Himmel, dass er zwar viele Menschen geheilt, aber Leid und Schmerz nicht aus dieser Welt geschafft hat. Er hat uns auch keine Autobahn dorthin gebaut, sondern uns auf den schmalen Weg zum engen Tor verwiesen und sich nicht gescheut uns vor dem breiten Weg zu warnen, der ins Verderben führt. Petrus mahnt uns: «Seid nüchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann.» (1.Petr 5,8)

Als Rüstung in diesem Kampf empfiehlt uns Paulus den Panzer des Glaubens und den Helm der Hoffnung. (vgl. 1.Thess 5,8) Beides liegt im «Arsenal» der Kirche für uns bereit. Es lohnt sich, diese dort abzuholen, und wenn auch noch so viele andere Anbieter «bessere und günstigere» Angebote machen. Überall sonst ist die Qualität der Beratung und der Ausrüstung nicht gewährleistet.

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