Gedankensplitter - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Um was es tatsächlich geht  

Eucharistiesimulationen

24. Mai 2014

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„Man solle nicht den Schiedsrichter kritisieren, wenn man die Spielregeln nicht kennt oder nicht anerkennt.“ antwortete ich in einem Blog einem Teilnehmer, der glaubte, meine sachlichen Argumente zum Fall Heizer  mit einer blöden Bemerkung quittieren zu müssen. Dabei wurde mir eigentlich erst richtig bewusst, dass es in der ganzen Auseinandersetzung nicht einfach um irgendwelche Verstösse gegen irgendwelche kirchliche Vorschriften geht, sondern um weit mehr. Es geht um die Unkenntnis, vielleicht sogar um die offene Ablehnung der kirchlichen Lehre über die Heilige Eucharistie. Es geht darum, dass das Heilige Messopfer zu einem reinen Mahl verniedlicht wird. Das aber ist erst möglich, wenn man nicht mehr voll an die Gottheit Jesu Christi und an seinen Opfertod am Kreuz glaubt. Es geht also um die Grundlagen unseres katholischen Glaubens, ja um die Grundlagen des christlichen Glaubens überhaupt.

An diesen Grundlagen des Glaubens rütteln Bewegungen wie „Wir sind Kirche“. Dies geschieht selten so offen wie beim Inhaber des erwähnten Blogs, der vor nicht allzu langer Zeit aus seinem Unverständnis für den Opfertod unsers Herrn keinen Hehl machte. Für jeden aber, der die Aussagen dieser Gruppen ein wenig hinterfragt, ist die Situation ganz klar. Da stehen dann Aussagen wie jene des gleichen Blogbetreibers „Ja, man kann Jesus auch irgendwie göttlich nennen.“. Da stehen unwidersprochen Aussagen von Mitläufern wie: „Was hier im kleinen, familiären Kreis gefeiert worden ist, feiern doch die Reformierten weltweit. Auch ihr Abendmahl wird so abqualifiziert.“ oder „ … nur weil es getaufte Christen in ihren Reihen gibt, die das tun, was Jesus der Nazarener vor gut 2000 Jahren ständig und OHNE Priester (!) gemacht hat: Mahlhalten mit Freunden … „ und zeigen ihre absolute Unkenntnis dessen, was die katholische Eucharistie vom reformierten Abendmahl oder irgend einem Mahl unter guten Freunden unterscheidet.

Das schlimmste aber scheint mir, dass aus all dem durchscheint, dass der Glaube an die Gottheit unseres Herrn Jesus Christus offensichtlich in Frage gestellt, wenn nicht gar geleugnet wird. Das Christentum aber war von Anfang an und ist auch heute trinitarisch. Darauf baut sich sein ganzer Glaube. Wer diese Grundlage verlässt, muss sich fragen, ob er sich überhaupt noch Christ, christlich nennen darf. Zumindest aber müsste er begreifen, dass die Kirche jedem Angriff auf ihren unerschütterlichen, trinitarischen Glauben begegnen muss, will sie sich nicht selbst aufgeben.

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