Vernachlässigte Aspekte - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Der felsige Grund

  Mk 4,5-6

Der schnelle Erfolg

13. Dezember 2017
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Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte.

Das Gleichnis vom Sämann kennt wohl ein jeder. Es wurde schon viel darüber gepredigt und geschrieben. Es ist reich an Gedanken und sinnvollen Vergleichen. Als ich aber vor einiger Zeit wieder einmal darauf gestossen bin, da fiel mir plötzlich auf, wie wenig eigentlich diese Verse 5 und 6 beachtet und erläutert werden. Oder müsste man sagen wie einseitig?

Eigentlich sind sie ja klar. Aber einerseits, was muss ich tun, wenn ich feststelle, dass der Boden auch bei mir eher felsig ist? Denke ich daran, dass ich noch eine Schicht „Humus“, eine Schicht Glaubenswissen auflegen müsste? Oder vergesse ich dann – schneller als die anderen - eine genügende „Bewässerung“, die täglich bewusste Gottesbeziehung?

Und andererseits, lassen wir uns nicht oft davon blenden, wenn unsere Verkündigung auf solchen Boden fällt und schnelle Erfolge zu sehen sind? Denken wir dann daran, dass gerade bei diesen Menschen eine sofortige Vertiefung des Glaubens dringend notwendig ist, dass gerade sie zu einer konkreten, tiefen und umfassenden Gottesbeziehung geführt werden müssen? Erkennen wir die Gefahr, dass gerade für sie die „Hitze des Tages“ und/oder die „Kälte der Nacht“ gefährlich werden können?

„Alles, was einst geschrieben worden ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben.“ (Röm 15,4) Dass wir die „Lebensrealität“ und ihre Gefahren für uns selbst und unsere Nächsten nie vergessen, auch dazu sind solche Verse wohl auch geschrieben.

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