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Gedankensplitter - Einzeltext
Stefan Fleischer

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„ … oder für immer schweigen!“

die Unauflöslichkeit der Ehe

02. Oktober 2015

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„Und sollte jemand einen Grund kennen, warum dieses Paar nicht getraut werden sollte, so möge er jetzt sprechen oder für immer schweigen.“ Ich weiss nicht mehr, wer mir erzählt hat, diese Satz sei früher bei Hochzeiten vom Priester gesagt worden, Ich selber habe das nie erlebt. So weiss ich denn auch nicht, ob dies auch bei katholischen und evangelischen oder nur bei anglikanischen Hochzeiten (dafür fand ich im Internet klare Hinweise) der Fall war. Ich frage mich aber, ob nicht gerade in unserer heutigen Zeit, wo so viele Ehen nichtig erklärt werden, eine solche Formel bei der Trauung angebracht wäre. Sinnvoll wäre dies einmal, weil sich die Eheleute schon vor der Hochzeit überlegen müssten, ob es nicht Hinweise gebe, dass sich ihre Ehe schlussendlich als nichtig herausstellen könnte. Sinnvoll wäre sie aber auch, weil sie betont, dass „notfalls“ nicht einfach irgendwelche formaljuristische Gründe hervorgezaubert werden können, um eine Nichtigkeitserklärung zu erwirken. Und sinnvoll wäre sie nicht zuletzt, um unsere Kirchengerichte zu ermahnen, nicht leichtfertig – aus „Barmherzigkeit“ – Nichtigkeitserklärungen abzugeben. Der Wille eine gültige Ehe zu schliessen sollte eigentlich immer schwerer gewichtet werden, als ein Formfehler.


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