Vernachlässigte Aspekte - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Gehorchen und dienen 

Eph 6,1-9

In unsere Kirche heute

25.05.2014

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Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern, wie es vor dem Herrn recht ist. Ehre deinen Vater und deine Mutter: Das ist ein Hauptgebot und ihm folgt die Verheißung: damit es dir gut geht und du lange lebst auf der Erde. Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern erzieht sie in der Zucht und Weisung des Herrn! Ihr Sklaven, gehorcht euren irdischen Herren mit Furcht und Zittern und mit aufrichtigem Herzen, als wäre es Christus. Arbeitet nicht nur, um euch bei den Menschen einzuschmeicheln und ihnen zu gefallen, sondern erfüllt als Sklaven Christi von Herzen den Willen Gottes! Dient freudig, als dientet ihr dem Herrn und nicht den Menschen. Denn ihr wisst, dass jeder, der etwas Gutes tut, es vom Herrn zurückerhalten wird, ob er ein Sklave ist oder ein freier Mann. Ihr Herren, handelt in gleicher Weise gegen eure Sklaven! Droht ihnen nicht! Denn ihr wisst, dass ihr im Himmel einen gemeinsamen Herrn habt. Bei ihm gibt es kein Ansehen der Person.


Ein starker Text! Selbst wenn man einmal davon absieht, dass damals, als er verfasst wurde, die Stellung der Eltern gegenüber den Kindern wesentlich stärker und weitrechender war als heute, und auch das Sklaventum noch nicht in Frage gestellt wurde, so gilt wohl auch in diesem Fall immer noch: „uns zur Warnung wurde es aufgeschrieben“ (1.Kor 10,11) Über die Bedeutung dieser Stelle für die Familie und die Gesellschaft heute wurde schon viel nachgedacht. Deshalb möchte ich mich auf die Frage beschränken, was bedeutet sie für unsere Kirche heute? Wir nennen Gott unseren Vater und die Kirche unsere Mutter. Ist es also so abwegig, wenn wir die Ermahnungen des Völkerapostels auch auf diesen Bereich anwenden? Könnte es dann etwa heissen:

„Ihr Gläubigen, gehorcht Gott und gehorcht der Kirche, wie es vor unserem Herrn Jesus Christus recht ist. Ehrt Gott und ehrt die Kirche, damit es euch wohl ergehe und ihr lange lebet in der Gemeinschaft des Gottesvolkes hier auf Erden. Ihr alle, die ihr in der Kirche Verantwortung trägt, reizt eure Brüder und Schwestern nicht zum Zorn, sondern erzieht sie in aller Geduld und Weisheit in der Zucht und Weisung des Herrn. Ihr Gläubigen, gehorcht euren Hirten, vielleicht nicht gerade mit Furcht und Zittern, aber mit aufrichtigem Herzen, als wären sie Christus. Dient ihnen und der Kirche, nicht um euch einzuschmeicheln und vor Gott und den Menschen gut dazustehen, sondern erfüllt von Herzen den Willen Gottes. Dient freudig, als dientet ihr dem Herrn, nicht den Menschen. Ihr Hirten, handelt in gleicher Weise gegenüber euren Gläubigen. Droht ihnen nicht. Denn ihr wisst, dass ihr im Himmel einen gemeinsamen Herrn habt, Christus, den gerechten Richter über Lebende und Tote. Bei ihm gibt es keine Rangunterschiede, nur verschieden Dienste und unterschiedliche Verantwortungen, jeder mit den Gaben, die der Herr ihm geschenkt hat.“


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