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Gedankensplitter - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Das schleichende Gift

Der Relativismus

03. November 2015

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„Das „Vater Unser“ ist das am weitesten verbreiteten … Gebet der Christen … . Laut Aussage des Neuen Testamentes soll Jesus von Nazareth es seine Jünger gelehrt haben.“ Mit dieser Aussage wirbt ein Frauenforum in unserem Kanton für einen Einkehrtag.

Hier wird wieder einmal das gemeine Gift des Relativismus ausgesät. Es könnte ja sein, dass dieser Jesus von Nazareth dieses Gebet seine Jünger gelehrt hat. Es könnte aber genauso gut sein, dass dies eine Erfindung irgendeiner christlichen Gruppe aus jener Zeit ist, in der aus diesem jüdischen Wanderprediger Jesus von Nazareth Christus der Herrn, der Sohn Gottes gemacht wurde. Es könnte ja sein, dass die Bibel zuverlässig wiedergibt, was Christus gesagt, getan und gelehrt hat. Es könnte aber genauso gut sein, dass man uns einfach irgendwelche klug ausgedachten Geschichten überliefert hat. (vgl 2.Petr 1,16) Es könnte ja sein, dass die Kirche mit ihren Dogmen die Wahrheit verkündet. Es könnte aber genauso gut sein, dass es eine solche Wahrheit gar nicht gibt, dass sie für jede Zeit und jede Situation neu gefunden (erfunden) werden muss. Es könnte sogar sein, dass es eine Hölle gibt. Aber wenn wir an die Barmherzigkeit Gottes denken, ist dies ganz und gar nicht vernünftig.

Wann werden endlich unseren Hirten aufwachen und diesem Treiben ein Ende setzen? Wann werden sie einsehen, dass man lange über die Verdunstung des Glaubens klagen kann, wenn man ihn nicht klar und verbindlich verkündet? Wann werden sie begreifen, dass sie in ihrer Angst vor der Welt selber an dem Ast sägen, auf dem sie sitzen, dass sie die Kirche so an die Wand fahren?



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