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Gedankensplitter - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Die Freiheit des Glaubens

Wer glauben will, muss glauben wollen
 


15. Mai 2016

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In einem Blogeintrag zu Ostern stand, für die Auferstehung gäbe es starke Zeugenaussagen. Warum also glauben so viele, selbst Christen und Theologen, nicht, nicht mehr, oder nur sehr bedingt daran? Und warum reagieren auch heute noch so viele, wie damals der Stadthalter Festus oder die Philosophen auf dem Areopag, als Paulus darauf zu sprechen kam: „Darüber wollen wir dich ein andermal hören.“?

Ja, es gibt starke Zeugenaussagen. Aber Gott zwingt niemanden, zu glauben. Wir müssen diesen Zeugen glauben. Wir müssen jenen glauben, die diese Zeugnisse aufgeschrieben und jenen, die sie uns bis heute treu bewahrt haben, dann auch jenen, die sie uns heute verkünden. Im Endeffekt heisst dies nichts anderes als dass wir Gott selber glauben müssen, Gott, der uns die Freiheit schenkt, auch die Freiheit ihm zu glauben oder nicht, Gott, der diesen Weg gewählt hat, sich uns zu offenbaren. Wir aber glauben Gott, weil wir ihn lieben. Wir lieben ihn, weil der uns zuerst geliebt hat, weil er die Liebe ist und unsere Liebe will. Wir glauben, weil wir wissen: Der Mensch erkennt zuerst mit den Sinnen. Darauf aufbauend erkennt er mit dem Verstand. Und wiederum darauf aufbauend erkennt er mit dem Glauben. Der Glaube aber ist die höchste Stufe der Erkenntnis des Menschen, solange er Gott noch nicht sieht, wie er ist (vgl. 1.Joh 3,2 und ähnliche).



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