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Gedankensplitter - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Klare Linie

Die Sexuallehre der Kirche

29. August 2015

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Die Wogen gingen hoch in Fulda, als ein Priester in einem Lager auf Wunsch zweier Jugendlicher die Zeckenkontrolle am nackten Körper bei ihnen vornahm. Die anderen Jugendlichen wurden von älteren Lagerteilnehmern kontrolliert. Diese beiden waren die Ältesten, also wandten sie sich an den Priester. Das hätte er natürlich in der aufgeheizten Stimmung von heute nicht tun sollen. Er wurde angezeigt. Der Richter stellte das Verfahren ein. Er bezeichnete den Vorfall nur als „Distanzlosigkeit“. Seine Stelle aber wird er trotzdem räumen müssen. Ich habe zu wenig Fakten, um den konkreten Fall beurteilen zu können.

Eines aber zeigt diese ganze Geschichte auch, dass nämlich tief im Menschen das Bewusstsein vorhanden ist, dass sexuelle Handlungen an sich – und seien sie noch so gut gemeint und vielleicht sogar aus einem Gefühl der Liebe heraus - nicht eo ipso gut sind. Es gibt Grenzen, die der Mensch nicht überschreiten darf. Doch wo sind diese Grenzen zu setzten? Warum ist z.B. „liebevolle“ Pädophilie falsch, während möglichst frühzeitiger heterosexueller Geschlechtsverkehr gesellschaftlich sogar gefördert wird? Warum wird Prostitution toleriert, obwohl auch dort oftmals eine Abhängigkeit und/oder Notlage schamlos ausgenützt wird? Da lob ich mir die klare Linie der Kirche, (des göttlichen Gesetzes). Der Sex ist kein Spielzeug zur Befriedigung meiner „Bedürfnisse“. Trieb und Neigung sind keine Rechtfertigung für alles und jedes. Der Sex gehört in die unauflösliche Ehe von Mann und Frau, und sonst nirgends. Und das ist zumeist eine reine Frage der Selbstbeherrschung.



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