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Geistesblitze - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Der Gott aus meinem Innern

Ein Gott Marke Eigenbau

29. August 2017

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Die abstrusen Thesen, welche Rainer M. Schießler im Buch „Himmel – Herrgott – Sakrament“ vorlegt (vgl. http://www.kath.net/news/60702) brauchen wir hier nicht zu wiederholen. Zusammengefasst geht es darum, eine Religion des Ichs zu propagieren. Gott ist in meinem Innern. Zu sagen hat er mir nichts. Ich weiss selber, was gut ist für mich und meine Nächsten. Und so weiter, und so fort.

Man könnte das alles als wilde Spekulationen eines krankhaften Egozentrikers abtun, wenn solche Ideen nicht auch in unserer Kirche vorhanden wären. Nein, direkt werden sie natürlich nicht ausgesprochen. Vermutlich sind sie auch noch gar nicht bis ins Bewusstsein der Betroffenen vorgedrungen. Aber de facto handeln und reden schon viele dementsprechend. Und die Medizin dagegen? Gott auf seine Liebe zu reduzieren ist genauso kontraproduktiv wie aus ihm nur den Richter über Lebende und Tote zu machen. Wir müssen ihn wieder in seiner ganzen Grösse verkünden. Wir müssen die Menschen wieder anleiten, in eine ganz persönliche Beziehung zu ihm zu treten, eine Beziehung, welche auf seiner Offenbarung an uns basiert. Daraus wird dann die Beziehung vom liebenden Gott zu seinem ihn liebenden Geschöpf, vom guten, notfalls auch fordernden Vater, zu seinem, nicht immer idealen Kind. Und so bekommt der Mensch wieder ein letztes, sicheres Ziel. Mit diesem Ziel vor Augen kann er dann gelassen an seine Aufgaben hier und jetzt heran gehen, im Vertrauen auf den, an dessen Segen alles gelegen ist.


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