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Geistesblitze - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Marta und Maria

und die Mutter des Herrn

26. Mai 2016

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Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden. (
Lk 10,41-42)

Die Stelle ist wohlbekannt. Eine Frage aber stellte sich mir heute. Warum heisst eine der beiden Maria, also gleich wie die Mutter des Herrn? Zufall oder Vorsehung? Ich weiss es nicht. Auf alle Fälle, in Maria, der Mutter des Herrn, scheinen mir die beiden harmonisch vereint, diejenige, die sich um alles kümmert, was nötig ist, und diejenige, die dem Herrn zu Füssen sitzt und schlussendlich unter seinem Kreuz steht. Unsere Haltung sollte eigentlich die gleiche sein. Es ist die Haltung der wahren Dienerin, die immer da ist, wenn der Herr sie braucht, aber sich nicht so von ihren Aufgaben gefangen nehmen lässt, dass sie keine Zeit mehr hat, zuzuhören und richtig zuzuhören. Interessant wäre auch noch die Frage, warum der Herr, um uns diese christliche Grundhaltung beizubringen, Frauen auserwählt hat. Wollte er vielleicht uns Männer, unseren Machbarkeits- und Wichtigkeitswahn beschämen?

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