Gedankensplitter - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Sex, das neue Menschenrecht? 

Liebe ist ...

24. Oktober 2014

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„Alle anderen haben ein Recht auf Sex, nur wir nicht“ sagte ein Behinderter in einem Zeitungsinterview. Das ist typisch für unsere Zeit. Sex ist im Bewusstsein vieler zu einem Menschenrecht geworden. Aber ist er das? Oder beruht das nicht auf dem Denkfehler, Sex mit Liebe gleich zu setzen? Richtig ist: Jeder Mensch hat ein Recht auf Liebe und Zuneigung. Und jeder Mensch hat die Pflicht, seinem Nächsten Liebe und Zuneigung zu schenken. Das ist sogar ein göttliches Gebot. Wo die Beziehung unter den Menschen enger wird, z.B. zwischen Eltern und Kinder, da besteht auch ein Recht- und damit verbunden die Pflicht – zur Zärtlichkeit. Sex kann zur Liebe, zur Zuneigung und Zärtlichkeit dazu kommen und diese verstärken. Und Sex kann Weitergabe des Lebens sein, Dienst an der Gemeinschaft. Aber für sich allein ist Sex reine Triebbefriedigung. Und als solche ist er ein sehr egozentrisches, wenn nicht gar egoistisches Unterfangen, selbst wenn dazu ein Partner gebraucht (oder müsste man sagen missbraucht?) wird. Das kann so weit gehen, dass dem anderen eine Pflicht zu Sex auferlegt wird. Den Egozentrismus aber als Menschenrecht zu sehen, ist zerstörerisch für die ganze Gesellschaft, aber auch für den einzelnen Menschen. Die Folgen davon zeichnen sich je länger je mehr ab.


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