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Geistesblitze - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Vom Ernst der Nachfolge

Was er sagt ist unerträglich?

04. September 2016

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Viele Menschen begleiteten ihn; da wandte er sich an sie und sagte: Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein. Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein. … Darum kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet. (Lk 14,25-27; 33)

Es war für eine Gruppe Jugendlicher unserer Pfarrei der Eröffnungsgottesdienst zum Firmweg an jenem Samstagabend, als diese Stelle als Tagesevangelium vorgeschrieben war. Eine gute Gelegenheit, auf den ganzen Ernst dieser Entscheidung für Christus hinzuweisen, welche die Firmung im Leben von uns Christen darstellt. Und unser Pfarrer scheute sich nicht, dies auch zu tun. „Der Weg mit Christus ist nicht immer ein Sonntagsspaziergang.“ rief er ihnen - aber auch uns allen - in Erinnerung. „Er fordert Mut, sich für ihn zu entscheiden. Und das kann manchmal auch hart sein.“

Als ich nach dem Gottesdienst nochmals über diesen Text und diese Predigt nachdachte, da kam mir noch eine andere Bibelstelle in den Sinn: „Viele seiner Jünger, die ihm zuhörten, sagten: Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören?“ (Joh 6,60) Ob sich vielleicht auch der eine oder andere dieser Jugendlichen - aber auch von uns längst gefirmten Gläubigen - nicht irgendwie so etwas gedacht hat? Dann aber dürfen wir an dieser Stelle weiter lesen bis dort, wo es heisst: „Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ Selig wer dann mit Petrus sagen kann: „Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.“



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