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Gedankensplitter - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Wo sind die Familien mit Kinder?

Neuevangelisation

6. März 2016

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Wo sind die Familien mit Kinder? So fragte jüngst ein Leserbriefschreiber in unserer Zeitung. Zu Recht. Dass die Kinder – oft sogar in den Familiengottesdiensten – in unserer Kirche fehlen, ist offensichtlich. Und das hat viele Gründe. Ein wichtiger scheint mir die verfehlte Religionspädagogik der letzten Jahrzehnte zu sein. Diese bemüht sich, Kinder und Jugendliche über Gotteserfahrungen zum Glauben und zu einer Gottesbeziehung zu führen. Doch um irgendwelche Erfahrungen Gott zuordnen zu können bedarf es des Glaubens an ihn. Sonst werden solche Erfahrungen allem möglichem zugeordnet, nur nicht Gott. Schon Paulus wusste: „Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie hören, wenn niemand verkündigt?“ (Röm 10,14) Heute haben wir es mit einer Generation von Kindern zu tun, deren Eltern vielfach bereits nicht mehr über ein genügendes Glaubenswissen verfügen, um selber ein tragfähiges Leben aus dem Glauben führen zu können. Wie soll man dann ein solches von den Kindern erwarten? Da hilft meines Erachtens nur eines, was wiederum Paulus so formulierte: „Verkünde das Wort, tritt dafür ein, ob man es hören will oder nicht; weise zurecht, tadle, ermahne, in unermüdlicher und geduldiger Belehrung.“ (2.Tim 4,2) Neuevangelisation nennen das alle Päpste der letzten Zeit.



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