Vernachlässigte Aspekte - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Geh und sündige nicht mehr

  Joh 8,10-11
 
Erlösungstheologie

13. März 2016
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Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt? Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!

Warum wird eigentlich der letzte Satz der Geschichte von der Ehebrecherin in der Predigt oft so stiefmütterlich behandelt? Er gehört doch zu den Schlüsselstellen der Erlösungstheologie. In diesem: „Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!“ steckt doch das unerhört Neue, das Unbegreifliche, das durch die Menschwerdung des Sohnes Gottes, durch seine ganze Verkündigung, durch seinen Erlösertod am Kreuz und seine Auferstehung in unsere Welt gekommen ist. Es ist die Glaubenswahrheit, dass Gott dem sündigen Menschen immer und immer wieder die Abkehr von seinen Sünden erlaubt und ermöglicht. Gott urteilt, aber er verurteilt nicht. Mit keinem Wort und keiner Geste hat Christus je die Sünde beschönigt oder verharmlost, weder hier noch sonst wo in der Schrift. Doch er schenkt die Vergebung indem er die Schuld auf sich nimmt. Und mit der Aufforderung, fortan nicht mehr zu sündigen, ruft er uns alle dazu auf immer und immer wieder umzukehren zu ihm, neu zu beginnen, den Blick - unbeschwert vom Vergangenen - vorwärts zu richten und auszurichten auf das von ihm verkündete neue Leben mit Gott hier und jetzt und das von ihm für uns neu erworbene Leben in Gott einst in seiner ewigen Herrlichkeit.

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