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Gedankensplitter - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Hoffen wider alle Hoffnung

nicht jede Hoffnung ist christlich

07. Juli 2016

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Hoffen wider alle Hoffnung“, „Glauben an Zukunft“ das können wir einerseits, wenn wir unsere Hoffnung, unser Vertrauen auf Gott setzen. Das können wir aber auch, wenn wir Gott ausklammern, wenn wir unsere Hoffnung auf uns selbst und/oder andere Menschen setzen. Im ersten Fall ist unsere Hoffnung christlich, d.h. realistisch. Im zweiten Fall ist unsere Hoffnung eine Illusion, „Opium für das Volk“, ein Psychopharmakon, das uns die Lebensrealität des Bösen in der Welt und in uns selber vergessen, verdrängen hilft. In diesem Fall konzentrieren wir uns auf die Folgen des Bösen wie Lieblosigkeit, Depression, Friedlosigkeit etc., in der Hoffnung durch eine solche Symptombekämpfung das Böse selbst, die Sünde, ausrotten zu können. Christliche Hoffnung aber setzt auf Wurzelbehandlung könnte man sagen. Ihr Grund ist die Glaubenswahrheit, dass Christus nicht gekommen ist, eine bessere Welt hier und jetzt zu schaffen, sondern - wie es der Verkündigungsengel sagt: „Er wird sein Volk aus seinen Sünden erlösen“. (und ihm so den Zugang zur ewigen Heimat wieder zu eröffnen). Eine bessere Welt hier und jetzt ist nur die Folge der Erlösung und nur so weit möglich, als der Mensch sich von Christus erlösen lässt. Wir müssen also bereit sein, für diesen tiefen Grund unserer Hoffnung, für diesen einzig erfolgversprechenden Weg in eine bessere Welt, Red und Antwort zu stehen, wo man uns – direkt oder indirekt – danach fragt. Das ist unsere Aufgabe, verbunden natürlich damit, dass zuerst wir selbst umkehren und uns erlösen lassen und dann (als aus der Sünde Erlöste) so leben, dass man uns nach diesem Grund fragt.




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