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Gedankensplitter - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Ostern ohne falsche Anbiederung

30. März 2018
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«Ist Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer, leer auch euer Glaube.» (1 Kor 15,14)

Dieser Vers aus dem ersten Korintherbrief lässt mich schon seit einiger Zeit nicht mehr in Ruhe. Er kommt mir spätestens dann in den Sinn, wenn ich den Eindruck gewinne, dass unser Glaube «zu billig» angepriesen wird. «Jeden Tag eine gute Tat» - dagegen wäre grundsätzlich nichts einzuwenden! Doch wenn das alles ist. …

Dafür bräuchte es weder Kreuz noch Auferstehung! Und gleichwohl protestiert kaum jemand, wenn Kirche weit herum nur noch als Wohltätigkeitsverein akzeptiert wird. Auch wenn in solcher Haltung Auferstehung nicht explizit geleugnet wird, so bleibt nicht mehr als eine Leer-Stelle übrig; d.h. ohne Inhalt. Wenn wir als Christen Ostern, das Fest der Auferstehung Christi, feiern -  dieses einmalige Ereignis, in das wir alle hineingenommen sind - dann ist das immer auch eine «Protestnote» gegen eine unangebrachte Anbiederung des Herzstücks unseres Glaubens an gesellschaftliche Konventionen.

Ostern will uns über diese Welt hinausführen in jene neue Welt, zu der Christus uns die Tür öffnet - gestern, heute und für alle Menschen.

Frohe Ostern wünscht Ihnen

Es war der Aufsteller des Tages, als ich in unserem Kirchenblatt diesen Ostergruss unseres Herrn Pfarrer an seine Gemeinde las. Solche Töne sind in diesem Blatt selten. Und nicht nur in diesem Blatt, sondern eigentlich neigt unsere ganzen Verkündigung zu einer „unangebrachten Anbiederung an gesellschaftliche Konventionen“. Herzlichen Dank, lieber Mario! Möge Dein mutiges Wort viele Nachahmer finden, und - nicht nur - Deine Gläubigen zu einer ernsthaften Meditation zum Thema Glaube und Kirche anregen.


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