Gedankensplitter - Einzeltext
Stefan Fleischer

Alle Texte sind im Menu links aufrufbar

Bewusste Verfälschung des Glaubens?  

ora pro nobis pecatoribus

17. August 2014

Aphorismen
Gedanken-
splitter

Gedanken-
splitter Archiv

vernachlässigte Aspekte
vernachlässigte Aspekte Archiv
Weihnachts-
geschichten

Spruch der
Woche





Bewusste Verfälschung des Glaubens? Soweit würde ich nicht gehen. Es aber grob fahrlässig zu nennen, würde ich mich nicht scheuen. Was ist geschehen?

Eher zufällig hörte ich eine CD mit Liedern einer katholischen Bewegung, den Melodien nach eher einer Jugendbewegung. Darin gib es auch ein Marienlied. Ein Teil des Refrains übernimmt eine längere Passage aus den lateinischen „Ave maria“ Diese bricht dann dort ab wo es heisst: „ora pro nobis pecatoribus“ (bitte für uns Sünder), wobei das „pecatoribus“ ersetzt wird durch „mater dei“ (Mutter Gottes). Das „nunc, et in hora mortis nostrae“ (jetzt, und in der Stunde unseres Todes) ist selbstverständlich abgeschnitten.

Das passte auch ganz zu den übrigen Texten. Überschwänglich wird die Liebe Gottes (zu uns) gepriesen. Von unserer Liebe zu Gott bleibt nicht viel mehr als die Aufforderung „Öffne dein Herz“ oder „Mach ihm (Jesus) Platz in deinen Herzen“. Von Sünde und Schuld ist nirgends die Rede, von der eigenen schon gar nicht. Christus hat uns zwar am Kreuz erlöst. Von was oder aus was bleibt irgendwo in der grossen Wolke der Liebe hängen. Das Gericht ebenfalls. Auf mich wirkte diese CD wie eine Art Autosuggestion. „Gott liebt mich, also bin ich o.k. Alles andere passt doch nicht zu unserem Gott, die (nur) die Liebe ist.“


******



Home
weitere Texte
Archiv
nach oben