Gedankensplitter - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Die pastorale Realität

Die Realität des Bösen

05. März 2015

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Wenn heute oft von jener „pastoralen Realität“ die Rede ist, die es zu berücksichtigen gelte, dann fehlt in dieser Aussage das kleine aber entscheidende Wörtchen „wieder“. Die pastorale Realität war doch schon immer, ist es heute und wird bis zum Endsieg Christi im Gericht die Realität des Bösen in der Welt sein. Das Bewusstsein für diese Realität aber ist in den letzten Jahrzehnten massiv gesunken, und zwar nicht nur im Alltag der Gläubigen, sondern auch in der Theologie und damit in der Verkündigung. Sie hat sich mit einem ganzen Gespinst von Schleiern und Nebeln umgeben und lebt nun davon, dass sie nicht mehr wahrgenommen, nicht mehr für wahr genommen wird. Diese Realität wieder ins Bewusstsein der Menschen zu rücken, damit ihr wieder die Stirne geboten werden kann, das die wohl dringendste Aufgabe der Kirche heute. Das aber kann sie nur, wenn sie wieder mit dem Kreuz Christi zu den Menschen kommt, denn nur im Kreuz erfüllt sich die Vaterunserbitte: „erlöse und von dem Bösen“. Und nur, wenn sich die Menschen wieder „mit Gott versöhnen lassen“ können die grossen und kleineren Probleme der Kirche und der Welt gelöst werden. Alles andere ist eine Illusion.



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