Vernachlässigte Aspekte - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Das Reich Gottes 

2 Petr 3,11-14

In dieser Welt?
 

26. Juni 2015
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Wenn sich das alles in dieser Weise auflöst: wie heilig und fromm müsst ihr dann leben, den Tag Gottes erwarten und seine Ankunft beschleunigen! An jenem Tag wird sich der Himmel im Feuer auflösen und die Elemente werden im Brand zerschmelzen. Dann erwarten wir, seiner Verheißung gemäß, einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt. Weil ihr das erwartet, liebe Brüder, bemüht euch darum, von ihm ohne Makel und Fehler und in Frieden angetroffen zu werden.

„Das Reich Gottes ist keine Illusion!“ verkündete jüngst ein Prediger seiner Gemeinde. Gemeint war ein Reich Gottes hier und jetzt, ein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit, an welchem zu arbeiten unsere Aufgabe sei. Das ist nicht falsch, sofern das Richtige darunter verstanden wird, sofern wir uns dabei keinerlei Illusionen hingeben. Der Apostel Petrus spricht an dieser Stelle einen wichtigen Aspekt an, den wir dabei nie vergessen, den wir immer in unsere Überlegungen einfliessen lassen müssen. Wenn wir noch den Rest dieses Briefes dazu nehmen, wird dies noch deutlicher. Der Tag des Herrn, der Tag des Gerichtes wird kommen, und erst dann ein neuer Himmel und eine neue Erde, das heisst jenes endgültige Reich Gottes, das wir zuerst suchen müssen, damit uns alles andere dazu gegeben werden kann. (Mt 6,33) Unser Einsatz für eine bessere Welt, für das Kommen, oder präziser gesagt das Anbrechen des Reiches Gottes unter uns, muss demzufolge zuerst einmal das Bemühen sein, so zu leben, dass wir von diesem Tag Gottes „ohne Makel und Fehler und in Frieden angetroffen werden.“

Das ist kein Rückzug aus dieser Welt. Das ist kein Verzicht auf unseren vollen Einsatz für unsere Welt hier und jetzt. Das ist „nur“ der einzig Erfolg versprechende Weg, schon jetzt zu einen schwachen Abglanz jenes Reiches Gottes zu gelangen, das im Plan Gottes als unser Ziel vorgesehen ist und das uns durch die Erlösertat unseres Herrn neu erschlossen wurde. Ziel unseres Einsatzes muss es also sein, das Kommen dieses Reiches nicht zu verzögern sondern zu beschleunigen, wie Petrus dieses grosse Geheimnis dieses Zusammenwirkens zwischen der Geduld – man könnte auch sagen der Gnade - Gottes und unserem Bemühen beschreibt. Vergessen wir nie: „Wenn wir unsere Hoffnung nur in diesem Leben auf Christus gesetzt haben, sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen.“ (1.Kor 15,19)


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