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Gedankensplitter - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Das Reich Gottes

Man kann in einer Predigt nicht alles sagen

14. Juni 2015

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Das war eine grossartige Predigt heute über das Reich Gottes, das in Jesus Christus bereits angebrochen ist, und unsere Aufgabe als Getaufte, Zeugen und Boten dieses Reiches zu sein. Sie war voll von guten  Gedanken und Anregungen für uns Gläubige. Man konnte jedes Wort darin unterschreiben. Sogar gegen die Aussage, dieses Reich Gottes schon hier und jetzt sei keine Illusion, ist nichts einzuwenden. Voraussetzung dafür ist allerdings die Erlösung. Sie erst machte aus einem Wunschtraum des Menschen eine anzustrebende Realität. Doch genau von dieser Erlösung war nirgends die Rede. Schade. Denn so führt eine solche Predigt in die Versuchung, zu glauben, der Zutritt zum Himmelreich am Ende unseres Lebens sei ein Automatismus. Darum müsste man sich nicht sonderlich bemühen.

Ich werde den Prediger nicht auf diese Unterlassung ansprechen. Seine Antwort kenne von anderer Gelegenheit: „Man kann in einer Predigt nicht alles sagen, was gesagt werden müsste.“ Auch gegen diese Aussage ist nichts einzuwenden, wenn damit nicht gemeint ist, dass man immer die selben Aspekte weglassen darf.


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