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Kurztexte andere
Stefan Fleischer

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Der gute Hirte

Aus den Blickwinkel der Barmherzigkeit

Lk 15,4-6


26. Juni 2016

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Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern, und wenn er nach Hause kommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir; ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war.

Wer kennt diese Stelle nicht. Der gute Hirte ist eines der schönsten Bilder für Christus, den Herrn. Es zeigt seine Sorge für jeden Einzelnen von uns. Es zeigt aber auch seine Barmherzigkeit. Auch wenn es im Text nicht ausdrücklich erwähnt wird, wenn ein Schaf sich aus der Herde entfernt, so ist dies immer ein Fehler, schlecht für die Herde, aber auch schlecht für das Schaf. Viele Gefahren lauern auf es dort, wo es nicht mehr von der Herde, den Hunden und dem Hirten geschützt ist. Der gute Hirt fragt nicht lange, warum es weggelaufen ist. Er sagt auch nicht: „Selber schuld!“ Er ist dann sogar froh, wenn er es irgendwo blöken hört.

Dies alles kam mir in den Sinn, als mir jüngst die alte holländische Volksweisheit unter die Augen kam: „Barmherzigkeit gegen die Wölfe ist Unrecht gegen die Schafe.“ Das Schaf nicht zu suchen, das wäre Barmherzigkeit gegenüber den hungrigen Wölfen gewesen. Was schliessen wir daraus in Bezug auf die heutige Diskussion um die Barmherzigkeit?



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