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Geistesblitze - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Nimm Deinen Schuldschein und schreibe …

Kinder dieser Welt

Lk 16,7-8

29. November 2016

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Dann fragte er einen andern: Wie viel bist du schuldig? Der antwortete: Hundert Sack Weizen. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreib «achtzig». Und der Herr lobte die Klugheit des unehrlichen Verwalters und sagte: Die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes.

Wenn wir glauben, dass das Evangelium immer auch in die heutige Zeit, in die aktuelle Situation hinein geschrieben ist, dass wir als „Hausherren“ aus diesem reichen Vorrat immer wieder Altes und Neues hervorholen sollten (vgl. Mt 13,52) , ist es dann falsch, wenn wir versuchen, auch dieses Gleichnis in unsere Welt hinein zu interpretieren. Mir fällt auf, dass wir uns in der Rolle dieses klugen aber unehrlichen Verwalters auch selber wiederfinden können, wenn wir unseren Mitmenschen sagen: „Nimm dienen Schuldschein und schreibe … „ dort wo wir eigentlich gesandt wären ihm zu sagen: „Nimm deinen Schuldschein, geh zu deinem Herrn und bekenne dein Versagen und deinen Schuld. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten.“ (vgl. Lk 1,50) Wenn nun jemand sagt, mir sei dieser Gedanke im Zusammenhang mit „amoris laetitia“ gekommen, so kann ich das nicht leugnen.


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