Gedankensplitter - Einzeltext
Stefan Fleischer

Alle Texte sind im Menu links aufrufbar

Die kommende Synode  

Schadensbegrenzung oder Schadenverhinderung

15. September 2014

Aphorismen
Gedanken-
splitter

Gedanken-
splitter Archiv

vernachlässigte Aspekte
vernachlässigte Aspekte Archiv
Weihnachts-
geschichten

Spruch der
Woche





In der Kommentarspate eines Blog schrieb eine Teilnehmerin: „Für die Betroffenen (einer Scheidung oder Eheannullierung)  - ich denke vor allem an Kinder! - besteht wohl wenig Unterschied. Beides verursacht Leid in hohem Mass.“ Dem kann nur zugestimmt werden. Deshalb stellt sich die Frage, was soll die kommende Synode primär, Schadensbegrenzung im Fall der geschiedenen und wiederverheirateten Gläubigen betreiben, oder den Schadenfall des Scheitern der Ehe nach Möglichkeit verhindern?

Jede Ehe, die zerbricht, besonders wenn auch noch Kinder betroffen sind, ist eine Katastrophe, die mit allen Mitteln verhindert werden muss. Leider dreht sich die Diskussion viel zu wenig um diese Frage, auch nicht um die Frage, wie eine solche Ehe wieder hergestellt werden kann. Es gibt viel zu viele Menschen die glauben, in diesem Fall mit einer neuen Ehe das Problem lösen zu können, wobei sie einfach ihr eigenes Problem im Auge haben, und viel zu wenig die Probleme aller anderen betroffenen Personen. Das Problem des Partners z.B., der eigentlich Anspruch auf die Einhaltung des Eheversprechens hätte, zumindest des Versprechens, dass er sich um ihn kümmert in guten wie in bösen Tagen, und ihn nicht einfach mit Alimenten abspeist. Aber auch das Problem der Kinder, die eigentlich das Recht hätten, in einer geordneten Familie aufzuwachsen, und nicht zwischen den Fronten aufgerieben zu werden. Nicht zuletzt auch das Problem des schlechten Beispiels für viele andere, die dadurch verleitet werden, ihr eigenes, vor Gott und den Menschen gegebenes Versprechen zu brechen. Und ein letztes Problem, dass eine solche Handlungsweise der Tendenz Vorschub leistet, die Ehe auf eine Sexualpartnerschaft zu reduzieren, den tiefen Sinn der Ehe als bedingungslose, gegenseitige Hingabe in einer Liebe möglichst ohne Egozentrismus oder gar Egoismus zu vergessen. Deshalb hat sich die kommende Synode als erstes Ziel gesetzt, "das Bewusstsein für die Heiligkeit und Unantastbarkeit der Familie und für ihre Schönheit im Plan Gottes wieder zu erwecken", wie unser Heiliger Vater in seinem Gebet an die Heilige Familie schreibt. Beten wir, dass dies wirklich die Hauptsorge der Synode werde.


******



Home
weitere Texte
Archiv
nach oben