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Geistesblitze - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Befreiungstheologie

Erlösungstheologie

11. Juli 2019
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Der Begriff Befreiungstheologie kann zwei grundsätzlich verschiedene Theologien bedeuten. Er steht für eine Theologie der Befreiung des Menschen aus Sünde und Schuld durch Leiden und Tod am Kreuz unseres Herrn. Er steht aber auch für eine Theologie der Befreiung des Menschen aus den Leiden dieser Zeit, insbesondere jenen, welche durch gesellschaftliche Strukturen etc. verursacht sind.

In ersten Fall spricht man in unserem Sprachraum von Erlösung. Man würde also besser von Erlösungstheologie sprechen. Im zweiten Fall geht es tatsächlich um Befreiung im weltlichen Sinn unserer Sprache. Würde man nur hier von Befreiungstheologie sprechen, könnte man viele Missverständnisse vermeiden.

Die entscheidende Frage ist nämlich, kam Christus, der Herr, als unser Erlöser in diese Welt oder als Befreier. Im zweiten Fall hätte er gründlich versagt. Er war nicht in der Lage weder Israel aus dem Joch der Römer zu befreien, noch aus dem Würgegriff der Pharisäer und Schriftgelehrten. Er wollte das auch gar nicht. Er kam in die Welt um sein Volk aus seinen Sünden zu erlösen. Er tat dies, indem er sich aus freiem Willen dem Leiden unterwarf und so zu einer heiligen und makellosen Opfergabe an den Vater wurde zur Sühne für unsere Süden.

Es ist klar, dass Christus das Heil des ganzen Menschen will. Er wusste jedoch ganz genau, dass die letzte Ursache jeden Unheils in dieser Welt die Sünde ist. Seine Erlösertat ist «Wurzelbehandlung». Die Befreiungstheologie ist auf «Symptombekämpfung» spezialisiert. Ich glaube, wir müssten diese beiden Theologien immer sauber auseinander halten.


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