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Geistesblitze - Einzeltext
Stefan Fleischer

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„Übersetzungen sind Glückssache“

sinngemäss heisst …

28. Oktober 2017

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Vor einiger Zeit habe ich auf mein Tablet neben dem Stundenbuch in Deutsch auch die lateinische Version geladen und parallel anzeigen lassen. Ich hatte gehofft, damit meine wenigen Lateinkenntnisse aus alten Zeiten wieder ein wenig aufbessern zu können. Dazu aber war der deutsche Text eine doch zu „sinngemässe“ Übersetzung. Eigentlich hätte ich das längst wieder löschen können.

Heute nun war ich froh, dass ich das noch nicht getan hatte. Mir fiel eine Antiphon auf, welche hiess: „Die Erfüllung des Gesetzes ist die Liebe; wer den Nächsten liebt, hat das Gesetz erfüllt.“ Lateinisch stand daneben: „Magister, quod est mandatum magnum in lege? Ait illi Jesus: Diliges Dominum Deum tuum in toto corde tuo.“ Selbst als sinngemässe Übersetzung würde ich das nicht mehr bezeichnen. Ich selber würde das übersetzen mit: „Meister, welches ist das grösste Gebot? Jesus antwortete ihm: Liebe den Herrn, deinen Gott, mit ganzem Herzen.“

Ist es das, was uns erwartet, wenn die Kontrolle der Übersetzungen der liturgischen Texte an die Bischofskonferenzen übergeht? Auszuschliessen ist es, wie Beispiel zeigt, sicher nicht.
 



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