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Geistesblitze - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Unklare Töne

1.Kor 14,6-8

Die Neuevangelisationottes

11. März 2018

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Was nützt es euch, Brüder, wenn ich komme und in Zungen vor euch rede, euch aber keine Offenbarung, keine Erkenntnis, keine Weissagung, keine Lehre bringe? Wenn leblose Musikinstrumente, eine Flöte oder eine Harfe, nicht deutlich unterschiedene Töne hervorbringen, wie soll man dann erkennen, was auf der Flöte oder auf der Harfe gespielt wird? Und wenn die Trompete unklare Töne hervorbringt, wer wird dann zu den Waffen greifen?

Als kürzlich wieder einmal in einem Artikel eine Glaubenswahrheit so umschrieben und zerredet wurde, dass ich schlussendlich nicht verstand, was der Theologe eigentlich sagen wollte, da konnte ich nur noch den Kopf schütteln. Natürlich hatte er nichts Falsches gesagt. Davor schien er sich ganz bewusst zu hüten. Er hatte aber auch das Richtige nur rudimentär, einseitig, um nicht zu sagen entstellt gesagt. Die ganze Lehre, die ganze Wahrheit zu sagen, davor hütete er sich offensichtlich genauso. Da fiel mir die Stelle im 1. Korintherbrief ein: „Und wenn die Trompete unklare Töne hervorbringt, wer wird dann zu den Waffen greifen?“

Irre ich mich, oder ist es in letzter Zeit stiller geworden um den Begriff der Neuevangelisation, von der noch vor nicht allzu langer Zeit so oft und gerne die Rede war? Das würde nicht erstaunen. So dumm ist doch kein Mensch um nicht früher oder später zu merken, dass man nicht alles selber hinterfragen und zerreden kann, wenn man glaubwürdig sein will. „Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.“ (Mt 5,37)

PS: Unsere Rede vom Bösen heute gehört zu den typischen Beispielen einer unklaren Verkündigung.


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