Vernachlässigte Aspekte - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Haben wir nicht Gott zum Vater? 

Lk 3,7-9

Bringt Früchte der Umkehr hervor.

 

18. Januar 2015
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Er (Johannes) sagte zu ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Gericht entrinnen könnt? Bringt Früchte hervor, die eure Umkehr zeigen, und fangt nicht an zu sagen: Wir haben ja Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann aus diesen Steinen Kinder Abrahams machen. Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.

Wäre es nicht an der Zeit, dass Johannes der Täufer wieder auftreten würde um uns reinen Wein einzuschenken? Verdrängen wir nicht diese und viele andere Stellen der Schrift und glauben, es genüge zu sagen: „Gott ist die Liebe, Gott ist unser liebender Vater.“ Denken wir überhaupt noch an das Gericht, das uns erwartet, oder haben wir diesem nicht längst das Etikett „tabu“ aufgeklebt? Früchte zu bringen, ja, das wollen wir schon noch. Wir alle reden wir von tätiger Nächstenliebe. Wir alle engagieren uns, handeln und spenden. Aber sind es wirklich Früchte der Umkehr, oder sind es Deckmäntelchen für unseren Egozentrismus, für unseren Geltungsdrang, oder Beruhigungstabletten für unser schlechtes Gewissen? Steht wirklich Gott im Zentrum, oder ist er zum blossen Aufhänger geworden für unser Bemühen, selber, ohne ihn, vielleicht sogar gegen ihn, eine bessere Welt hier und jetzt aufzubauen? Wissen wir nicht immer selber besser, was richtig und was falsch, was gut und was böse ist? (Gen 3,5)

Gott kann auch aus Steinen seine Kinder machen. Gott ist nicht auf uns angewiesen. Wir aber sind auf Erden, um ihm zu dienen, nicht um uns von ihm bedienen zu lassen. Zu ihm müssen wir immer und immer wieder umkehren und bekennen: „Vater, ich habe gesündigt. Ich wollte nicht Diener sein, sondern Herr, so wie du. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heissen. Mache mich zu einem deiner Tagelöhner.“ Nur so dürfen wir hoffen, dass der Vater uns schlussendlich das beste Gewand umlegt und den Ring an den Finger steckt. (Lk 15,18ff) Denn seine Gerechtigkeit ist Barmherzigkeit für alle, die ihn fürchten. Die Hochmütigen aber stürzt er von ihrem Thron. (z.B. Lk 1,50-52)


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