Gedankensplitter - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Die Vaterrolle

Gott, unser Vater

28. Januar 2015

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Ein Satz aus der Katechese unseres Heiligen Vaters über die Familie bei der Generalaudienz vom 28. Januar 2015 stach mir sofort in die Augen: „Ja, es ist schon richtig, dass du (Vater) der Gefährte deines Kindes sein musst, aber ohne zu vergessen, dass du der Vater bist.“

Tagtäglich nennen wir im „Vater unser“ Gott unseren Vater. Doch, wie sehen wir ihn? Sehen wir in ihm nicht oft einfach unseren Gefährten, und vergessen dabei, dass er auch unser Vater sein will? Welches Vaterbild haben wir von ihm? Das ganz moderne, wo der Vater nur noch dazu da ist, seine Kinder mit dem nötigen Taschengeld zu versorgen, und nötigenfalls all das auszubügeln, was der Sohn (es könnte auch die Tochter sein) sich eingebrockt hat? Oder ist der wirklich unser Vater? Ist er derjenige, der sich um uns kümmert? Lassen wir uns von ihm etwas sagen, nehmen wir auch seine Zurechtweisungen an? Kommen wir zu ihm nur mit unseren Bitten oder gar Forderungen, oder lassen wir uns von ihm auch fordern? Denken wir noch daran, dass er nicht nur für mich da ist, sondern immer das Interesse seiner ganzen Familie, der ganzen Menschheit im Auge hat? Glauben wir noch, dass er alles besser weiss als wir? Wollen wir wirklich seine Kinder sein, auch noch als Erwachsene? Lassen wir uns von ihm führen und leiten. Und versuchen wir, unser ganzen Leben in seinem Interesse zu leben, im Bewusstsein, dass es nur dort eine bessere Welt geben kann, wo sein Wille geschieht?

Gott vergisst nie, unser Vater zu sein. Vergessen wir nie, das wir seine Kinder sind.



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