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Gedankensplitter - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Christ sein heute?  

Wenn die Verkündigung fehlt

23. Mai 2015

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Meine Wohnungsnachbarin, reformierte Christin, erzählte mir heute von ihrer katholischen Freundin, die sie gefragt hätte, was das denn eigentlich sei, Pfingsten. Die Frage sei in ihrem Mittwochmorgenkaffeekränzchen aufgetaucht. Aber keine von ihren vier Freundinnen, teils reformiert, teils katholisch, hätte eine Antwort gekannt, und auch sie nicht. Leider scheint auch meine Nachbarin in Glaubensfragen nicht ganz sattelfest zu sein. Auf alle Fälle fragte sie mich.

Was ich mich dabei fragte ist, wie ein Christ seinen Glauben noch leben kann, wenn sogar die grundlegendsten Glaubenswahrheiten nicht mehr bekannt, geschweige denn geglaubt sind. Verkündigung heisst das Gebot der Stunde, und zwar die Verkündigung der ganzen, ungekürzten und ungeschminkten Wahrheit, ob man sie hören will oder nicht. Nur so kann die heute so vielbeschworene Botschaft von der Liebe Gottes auf guten Grund fallen, gedeihen und Frucht bringen. Ohne diesen guten und gut vorbereiteten Boden fällt sogar sie auf den Weg, auf steinigen Grund oder unter die Dornen. Es gibt mehr denn je zu tun. Packen wir es an, auch wenn wir dabei sozusagen bei Adam und Eva neu beginnen müssen. Und verschwenden wir nicht unsere Zeit in endlosen theologischen und anderen Diskussionen. Nur so wird Christ sein für die Menschen wieder vernünftig, lebbar und schlussendlich beglückend.



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