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Geistesblitze - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Ich verspreche Ihnen nicht

Unsere Heimat ist im Himmel

29. April 2019
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Als jüngst in einer Predigt wieder einmal jene bessere Welt hier und jetzt angepriesen wurde, welche aufzubauen wir alle berufen seien, da kam mir plötzlich in den Sinn, was Unsere Liebe Frau von Lourdes bei der Erscheinung vom Donnerstag, 18. Februar 1858 zu Bernadette gesagt hat: „Ich verspreche Ihnen nicht, Sie in dieser Welt glücklich zu machen, wohl aber in der anderen."

Ich verstehe nicht, wie moderne Theologen uns immer wieder die Möglichkeit einer heilen Welt hier und jetzt vorgaukeln können. Am Tag des Herrn, der kommen wird wie ein Dieb, wird der Himmel prasselnd vergehen, die Elemente werden verbrannt und aufgelöst, die Erde und alles, was auf ihr ist, werden nicht mehr gefunden. (vgl. 2.Petr 3,10) Bis dann gilt: «Unsere Heimat aber ist im Himmel. Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter.» (Phil 3,20) Bis dann müssen wir immer wieder «wandern in finsterer Schlucht. Doch wir fürchten kein Unheil, denn der Herr ist bei uns, sein Stock und sein Stab geben uns Zuversicht.» (vgl. Ps 23,4)

Diese Zuversicht ist es, welche uns drängt, diese Welt zu verbessern. «Aber nicht mit gewandten und klugen Worten, damit das Kreuz Christi nicht um seine Kraft gebracht wird», (1.Kor 1,17) und auch nicht mit grossen, aufsehenerregenden Taten, sondern indem wir uns immer und überall bemühen Gottes Willen zu erfüllen und versuchen, Tag für Tag ein wenig besser zu werden als am Tag zuvor.


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