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Geistesblitze - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Höchste Zeit für eine radikale Wende

Antwort an einen Leserbriefschreiber

06. März 2019
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Sehr geehrter Herr. Da haben Sie eine hübsche Breitseite von Schlagworten und Vorurteilen gegen die römisch-katholische Kirche abgefeuert. Und irgendwie verstehe ich Sie. Unsere Kirche präsentiert sich zur Zeit in einer tiefen Krise, durchaus vergleichbar mit jener Krise, welche zur Kirchenreformen des 11. Jahrhunderts geführt hat. Damals reagierte die Kirche einerseits damit, dass sie sich wieder auf Gott besann, auf die persönlich gepflegte Spiritualität, auf die persönliche Beziehung zu ihm, und andererseits damit, dass sie die verwahrloste Disziplin und Moral wieder herstelle, unter anderem dadurch, dass sie den seit der Urkirche hoch geschätzten (vgl. Synode von Elvira ca. 306), aber in der Praxis sehr vernachlässigten Zölibat wieder herstellte. Dies wäre meines Erachtens auch heute wieder die richtige Therapie.

Und was das "verkrampfte Verhältnis" der Kirche zur Sexualität betrifft, so kenne Sie vermutlich die Theologie des Leibes von Papst Johannes Paul II. nicht. Doch damit sind Sie nicht allein. Es gibt selbst katholische Theologen, welche diese nicht zu kennen scheinen.



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