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Gedankensplitter - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Bis zu 10‘000 Werbebotschaften

Werbung und Verkündigung


25. April 2016

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Bis zu 10‘000 Werbebotschaften sei der Mensch von heute täglich ausgesetzt, erklärt eine jüngst erschienenen Schulbuch mit dem Titel: „So funktioniert Werbung“. In letzter Zeit beginnt auch unsere Kirche hier mitzumischen. Doch auf Grund dieser Statistik frage ich mich, ob sie damit überhaupt eine Chance hat, bei den Menschen anzukommen, zumal sie ja der Wahrheit verpflichtet ist und so längt nicht all jene Mittel einsetzten kann, welche in Politik und Wirtschaft durchaus akzeptiert, wenn nicht gar salonfähig sind. Ein weiteres Problem ist auch, dass Werbung in den allermeisten Fällen, wenn überhaupt, so doch nur eine kurzfristige Wirkung hat, dass sie sich schnell totläuft und durch neue, bessere, meist noch aggressivere Werbung ersetzt werden muss.

Aber muss die Kirche hier überhaupt mitmischen? Ist das nicht kontraproduktiv? Wird sie so nicht schnell in den grossen Topf jener geworfen, denen es nur darum geht, die Konkurrenz auszuschalten, und mit allen Mitteln ihre eigenen Interessen verfolgen? Müsste man sich nicht sagen: „Schuster bleibt bei den Leisten!“ und sich auf unsere Kernkompetenz konzentrieren, die Verkündigung? Wenn wir den Glauben zu verkünden haben, ist es dann nicht absolut wichtig, glaubwürdig zu bleiben? Das Rezept dazu kannte schon der Völkerapostel Paulus:  „Verkünde das Wort, tritt dafür ein, ob man es hören will oder nicht; weise zurecht, tadle, ermahne, in unermüdlicher und geduldiger Belehrung.“ (2.Tim 4,2)




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