Vernachlässigte Aspekte - Einzeltext
Stefan Fleischer

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Trotzdem habt ihr recht daran getan 

Phil 4,10-14

Glaube und Werke

5. Juli 2014

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Ich habe mich im Herrn besonders gefreut, dass ihr eure Sorge für mich wieder einmal entfalten konntet. Ihr hattet schon daran gedacht, aber es fehlte euch die Gelegenheit dazu. Ich sage das nicht, weil ich etwa Mangel leide. Denn ich habe gelernt, mich in jeder Lage zurechtzufinden: Ich weiß Entbehrungen zu ertragen, ich kann im Überfluss leben. In jedes und alles bin ich eingeweiht: in Sattsein und Hungern, Überfluss und Entbehrung. Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt. Trotzdem habt ihr recht daran getan, an meiner Bedrängnis teilzunehmen.

Vorsehung ist ein grosses Wort. Man sollte es nicht unbedacht in den Mund nehmen. Aber Gott dankbar sein für die vielen „Zufälle“ des Lebens, das darf man sicher. „Solange unser Nächster keine Hoffnung hat, sind wir als Kirche nicht messianisch.“ twitterte heute jemand, und in seinem Blog schrieb ein anderer: „Es gibt keinen Frieden ohne Gerechtigkeit.“ Mein Bibelkalender legte mir dazu den obigen Text zur Meditation vor, und in meiner geistigen Lektüre von heute war das Kapitel über die Zufriedenheit aus „Heiligkeit für Anfänger“ an der Reihe. (http://bit.ly/1mTeFog)

Die Schrift ist keine einseitige Ideologie. Man findet gerade bei Paulus viele Hinweise darauf, dass die Hilfe für den Nächsten, die Wohltätigkeit und gegenseitige Unterstützung zutiefst christliche Haltungen, man kann auch sagen Tugenden, sind. Bei aller Beteuerungen der Heilsnotwendigkeit des Glaubens steht er nirgends im Widerspruch zum Jakobusbrief , so wie auch Jakobus mit seinem „Kann etwa der Glaube ihn retten?“ (Jak, 1,14) nicht im Widerspruch zu Paulus steht.

Der Glaube ohne die Werke ist tot, die Werke ohne den Glauben sind nutzlos. Die Werke müssen aus dem Glauben fliessen, der Glaube sich in den Werken erweisen. Oder anders ausgedrückt, der Glaube gebiert die Hoffnung, die Hoffnung schenkt Zufriedenheit, in der Zufriedenheit wächst das Vertrauen, und das Vertrauen schenkt die Kraft zu den Werken. Hinter allem aber steht unsere Beziehung zu Gott, zu Christus, unserem Erlöser. Wo diese persönliche Beziehung fehlt, werden der Glaube zur Theorie und die Werke zum Aktivismus.





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